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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : OS gesucht: Linux, Smart Prüfungen mit email, ZFS, Erweiterbar (MySql) Power Management



firefist235
24.12.2012, 11:43
Hallo und frohe Weihnachten zusammen :D
ich betreibe derzeit ein NAS mit FreeNAS (AMD Athlon 64 X2 5000+, 4GB Ram und 5x1,5TB in Raid-Z1). Da dieser allmählich voll wird und ich gerne ein anderes Betriebssystem nutzen möchte frage ich euch was ihr mir empfehlen würdet:
Das Neue Nas soll in etwa so aussehen:
Selbe CPU
8GB Ram
INTEL SASUC8I RAID SAS Controller PCIe 8x
8x3TB HDDs

Ich suche ein Betriebsystem mit dem sich die folgenden Kriterien am unkompliziertesten erfüllen lassen:
Geplante SMART Prüfungen der HDDs mit eMail-Versand im Fehlerfall
Ausfallsicherheit für eine bzw. zwei Platten (vorzugsweise ZFS Raid-z1/2)
Erweiterbarkeit der Softwarepakete (MySQL sollte machbar sein, und eventuell auch ein paar andere Dinge wie ein TS3 Server oder ähnliches)
PowerManagement (Spindown der Platten nach einer gewissen Zeit)
Vorzugsweise OS auf USB Stick, (falls das OS den Stick nicht durch zu häufige Schreibzugriffe grillt)
Sicherung und Wiederherstellung des OS mittels Image

Welche Webinterface könnt ihr mir empfehlen?

Ich habe an UbuntuServer gedacht, lass mich aber gerne eines Besseren belehren :D

danke schon mal :D

shakky4711
25.12.2012, 11:54
Hallo,

wenn Du beim Schutz Deiner Daten durch ZFS bleiben möchtest kämen in Frage

NAS4Free --> Weiterentwicklung der bewährten FreeNAS 0.7 Linie durch die ursprünglichen Entwickler die sich nicht mit der Linie von iXsystems anfreunden konnten

Vorteil: Der ZFS Pool kann importiert werden, Bedienung per Webinterface, kontinuierliche Weiterentwicklung


FreeBSD: Vollblut-Serversystem, zuverlässig, ZFS Unterstützung, geringe Ressourcenanforderung, Nachteil extrem harte Lernkurve, nahezu null Automatismen, dafür kann man an jeder Schraube drehen

OpenIndiana, entweder Server Variante ohne GUI oder Desktop Variante mit Gnome Desktop, Weboberfläche durch NappIt möglich, setzt nativ auf ZFS

EON-ZFS Storage, kleines schlankes System auf Basis von OpenSolaris, jetzt OpenIndiana, Weboberfläche per NappIt realisierbar, konzipiert für Einsatz auf Flash Medien, Nachteil kaum Erweiterungen durch den Focus auf reines schlankes Storage OS


Vorzugsweise OS auf USB Stick
Fällt mir definitiv nur FreeNAS bzw. NAS4Free als Embedded ein, alles andere ist Murks und wird jeden Stick über kurz oder lang grillen. Und viel schlimmer als ein schlagartiger Ausfall sind die dollsten Auswirkungen die ein schleichender Zerfall mit sich bringt...

Wenn Du jetzt schon weißt dass da noch x Zusatzpakete mit drauf sollen nimm gleich eine SSD oder eine kleine Notebook Platte.

Linux und ZFS passt nicht zusammen, die momentane ZFS Implementierung ist noch frühe Alpha Phase, nichts dem ich meine Daten anvertrauen würde.

Primär würde ich Dir raten mal NAS4Free auszuprobieren, sehr viele Leute die vom FreeNAS enttäuscht waren sind damit sehr glücklich geworden.

Gruß
Shakky

firefist235
25.12.2012, 22:07
hey
vielen dank für deine antwort. erfüllt nas4free denn alle meine anforderungen? Da es sich ja um die Weiterentwicklung von FreeNAS handelt, gehe ich davon aus, dass es die meisten Features mitbringt die ich benötige. Meine Frage geht eher um die Erweiterbarkeit um einen MySQL Server (bzw TS3 in weiterer Folge)

noch was: habe vorhin gelesen, dass der controller den ich mir vorgestellt habe, nicht mit platten die größer sind als 2TB klar kommt. Könnt ihr mir einen empfehlen der das kann?

firefist235
27.01.2013, 20:46
ich bitte um hilfe

mark05
31.01.2013, 10:15
hi


also controller kann ich die sas/sata teile von lsi empfehlen .

das mit dem spinndown der platten solltest du vergessen , mal abgesehen davon das du dadurch max anzahl der platten x 1-2w einsparen wuerdest,
zfs und raid systeme moegen das nicht sonderlich hinzukommt das spinndown und up zu lasten der mtbf gehen.


holger

firefist235
31.01.2013, 12:03
danke für die empfehlung. ist wirklich so ein geringer unterschied zwischen laufenden und stehenden platten?
bleibt nur noch die frage um die erweiterbarkeit zu klären :D

cableboy
31.01.2013, 16:49
Hallo firefist235,

darf ich auch noch unraid ins Rennen werfen.

Vorteil:
unkomplizierte Erweiterbarkeit - auch mit "wilden" Plattenmischungen
Zahlreiche Plugins (Mysql, geht)
Bootet schnell von USB
Unterstützung von SMART
Spin Down der Platten einstellbar (Bringt meines Erachtens schon was)
Einfaches Webinterface
Unterstützt Vielzahl von Hardware

Nachteil:
Nur kostenlos für bis zu 3 Festplatten

Keine Ahnung, ob das geht:
Sicherung des OS

mark05
04.02.2013, 14:34
danke für die empfehlung. ist wirklich so ein geringer unterschied zwischen laufenden und stehenden platten?
bleibt nur noch die frage um die erweiterbarkeit zu klären :D

hi ja , den max verbrauch einer platte is beim spin up ( also beim einschalten ) danach haengt der verbrauch nur an der drehzal .
d.h. wenig drehzahl geringerer verbrauch als hohe drehzahl .
insgesammt betrachten kommst man aber in der regel bei 3-5 platten nicht ueber dern verbrauch einer 25w guehbirne.


zfs laesst sich recht gut erweitern man muss halt nur darauf achten das man beim hinzufegen auch ein array hinzufuegt statt einer einzelen platte wegen der
ausfallsicherheit.

wenn du 1x eine pool angelegt hast kannst du dort fast beliebt platten und raids hinzufuegen , der punkt dabei ist das dann ein data stripe stattfindet beim schreiben
neuer daten , wenn nun nur eine einzelene platte hinzugefuegt wurde und diese faellt aus gehen natuerlich etliche daten verloren.

ob die vorhanden daten auf dem z.b. alten raid in dem moment verloren gehen haerngt davon ab ob sie zwischenzeitlich neu geschrieben worden sind. ( sprich gaendert,kopiert oder
verschoben etc)

holger

firefist235
06.02.2013, 22:45
@ cableboy: danke für den vorschlag, aber da ich plane 8 platten zu nutzen, wird das ganze etwas zu teuer was ich gesehen habe :D

@ mark: danke für die erläuterung, wenn das so ist zahlt sich ein spindown ja fast nicht aus. es ging mir aber eher um die erweiterbarkeit des OS im Bezug auf einen SQL Server. da habe ich mich anscheinend etwas unklar ausgedrückt, entschuldigung :D

shakky4711
08.02.2013, 10:01
Hallo Firefist,

das Hauptproblem ist hier momentan eine all-in-one Lösung zu finden für Dinge die normalerweise nicht zusammen auf einem System laufen.

Zu einem das robuste, zuverlässige und natürlich möglichst schnelle Storage System und dann auf der anderen Seite die verschieden Serverdienste. Diese zwei Sachen sind in aller Regel getrennt weil hier spezialisierte Systeme ihren Job jeweils besser machen als eine Eierlegende-Wollmilchsau :D

Ich sehe momentan diese Lösungen:

a) Beides gemeinsam auf einer Maschine unter einem Betriebssystem das nativ ZFS beherrscht. Somit musst Du Dich entweder in Openindiana oder aber FreeBSD einarbeiten. Und wenn ich hier einarbeiten schreibe dann ist das wirklich eine Arbeit wenn Du das System noch nicht ausreichend kennst, wie oft bin ich da schon in der Sackgasse gelandet weil FreeBSD nun mal nicht Linux ist und es einfach anders tickt :zwinker: Somit knallharte Lerkurve und viel viel viel Schweiß und Blut, gerade bei Sondersachen wie diesem TS3 Server...

b) Storage und Server trennen, fürs Storage weiterhin NAS4Free oder EON, für die Servergeschichten dann ein Debian oder sonstiges wo die Einarbeitung wesentlich einfacher ist und nach einem "apt-get install xyz" jede normale Anwendung einfach so funktioniert.

NAS4Free in der Full Variante erlaubt grundsätzlich Anwendungen in Jails zu installieren, wie weit das wirklich ist kann ich Dir leider nicht sagen da ich das nie gebraucht habe.

Gruß
Shakky

mark05
08.02.2013, 10:24
Hallo Firefist,

das Hauptproblem ist hier momentan eine all-in-one Lösung zu finden für Dinge die normalerweise nicht zusammen auf einem System laufen.

Zu einem das robuste, zuverlässige und natürlich möglichst schnelle Storage System und dann auf der anderen Seite die verschieden Serverdienste. Diese zwei Sachen sind in aller Regel getrennt weil hier spezialisierte Systeme ihren Job jeweils besser machen als eine Eierlegende-Wollmilchsau :D

Ich sehe momentan diese Lösungen:

a) Beides gemeinsam auf einer Maschine unter einem Betriebssystem das nativ ZFS beherrscht. Somit musst Du Dich entweder in Openindiana oder aber FreeBSD einarbeiten. Und wenn ich hier einarbeiten schreibe dann ist das wirklich eine Arbeit wenn Du das System noch nicht ausreichend kennst, wie oft bin ich da schon in der Sackgasse gelandet weil FreeBSD nun mal nicht Linux ist und es einfach anders tickt :zwinker: Somit knallharte Lerkurve und viel viel viel Schweiß und Blut, gerade bei Sondersachen wie diesem TS3 Server...

b) Storage und Server trennen, fürs Storage weiterhin NAS4Free oder EON, für die Servergeschichten dann ein Debian oder sonstiges wo die Einarbeitung wesentlich einfacher ist und nach einem "apt-get install xyz" jede normale Anwendung einfach so funktioniert.

NAS4Free in der Full Variante erlaubt grundsätzlich Anwendungen in Jails zu installieren, wie weit das wirklich ist kann ich Dir leider nicht sagen da ich das nie gebraucht habe.

Gruß
Shakky

ich muss da kurz wieder sprechen ,

mit freebsd ist das genauso einfach ein packet zu installieren , mit pkg_add
im uebrigen gibt es ein sehr gutes handbuch ,welches bei freebsd.org abrufbar ist, was alles ausfuehrlich beschreibt.

holger

firefist235
09.02.2013, 00:15
du hast vermutlich recht, dass variante b besser wäre. nur läuft das nas ohnehin 24 stunden am tag, da möchte ich nicht unbedingt noch einen rechner nur für einen SQL server laufen haben