RSS-Feed anzeigen

Dojokun

Mein NAS-Projekt MediaServer (Teil 1)

Bewerten
Schon seit vielen Jahren schwirrte mir die Idee im Kopf rum, meine ziemlich umfangreiche Foto-, Musik- und Videosammlung zentral zu verwalten und möglichst ohne CD- bzw. DVD-Wechsel überall im Haus verfügbar zu machen.
Im Herbst 2007 begann ich nun mit der schrittweisen Realisierung des „Projektes MediaServer“. Davor hatte ich mich vielleicht 2 Monate in diversen Foren, Zeitschriften und Versandhäusern schlau gemacht, welche Vorraussetzungen in Hard- und Software vorhanden sein sollten. Weitere wichtige Punkte auf meiner Must-Have-Liste waren:

  • Möglichst geringer Stromverbrauch, da alles permanent verfügbar sein sollte
  • Alles muß ohne laufenden PC funktionieren
  • Möglichst keine neuen Kabel im Haus ziehen und vorhandene Infrastruktur optimal ausnutzen
  • DSL bis auf weiteres nicht nutzbar, da keine Verfügbarkeit (Ich wohne auf dem Dorf, in einer Sackgasse, die direkt am Wald endet. Sozusagen dort, wo sich Fuchs und Hase “Gute Nacht” sagen.)
  • Falls doch mal DSL kommt, sollte InternetRadio über die Stereoanlage gehen
  • Die anzuschaffende Hardware sollte preislich nicht jenseits von Gut und Böse liegen und kostengünstig um diverse Features erweiterbar sein
  • Der Ausbau der Endlösung soll Schritt für Schritt erfolgen, wobei trotzdem einzelne Funktionalitäten schon von Anfang an funktionieren sollen

Weiterhin hatte ich folgende Prämissen:

  • DSL im ganzen Haus verfügbar
  • MediaServer ohne laufenden PC
  • Streaming von Mucke im ganzen Haus
  • Streaming von Video im ganzen Haus
  • InternetRadio im ganzen Haus
  • Backup Server
  • Ausbau und Erweiterung der Fähigkeiten nach und nach


So entschied ich mich in der ersten Ausbaustufe dafür, folgende Geräte anzuschaffen.

LinkSys WRT54GL

LinkSys NSLU2

WD Elements 500


Als erstes spielte ich die frei verfügbare Firmware HyperWRT Thibor auf dem LinkSys-Router ein. Hauptvorteile außer massenhaft zusätzlicher Einstellmöglichkeiten sind für mich das Hochsetzen der WLAN-Sendeleistung, die erweiterten Firewall und NAT-Fähigkeiten sowie QoS (Quality of Service – damit kann man Prioritäten hinsichtlich der Protokolle setzen, z.B. bei gleichzeitigem Streaming und Surfen hat Streaming Vorrang).
Dann kam das NSLU2, im weiteren liebevoll Slug genannt, dran und erhielt die alternative Firmware unslung. Nach dem Patch ist es möglich, das Betriebssystem der Slug auf die angeschlossene USB-Platte auszulagern. Damit hat man dann genug Platz, weitere Software nachzurüsten. Da es sich um ein Linux-Derivat handelt, könnt Ihr Euch sicher vorstellen, welche Möglichkeiten sich damit auftun. Dies nutzte ich auch ausgiebig und installierte:

  • OxylBox – eine freie Software, die als StreamingServer genutzt wird. Weitere Vorteile gegenüber der Konkurrenz: Änderung der Skins, Nutzerverwaltung mit Rechtevergabe (sehr wichtig für mich, da meine Tochter damit die Erwachsenenfilme nicht sehen kann), Internetanbindung, div. Plugins wie NewsReader, WetterOnline, …)
  • FireFly – freie Software zum Streamen von MP3 und iTunes. Arbeitet hervorragend mit der Roku SoundBridge (s.u.) zusammen. Schnellster StreamingServer am Markt.
  • StreamRipper – zum legalen Rippen von InternetRadio-Songs auf die Festplatte. Generiert dazu gleich passende ID3-Tags
  • Midnight Commander – freier Norton Commander Clone für Telnet/SSH-Sessions
  • Bash – die meiner Meinung beste Unix-Shell
  • FTP, OpenVPN, SSH zum externen Zugriff und als Fernwartung
  • Falls es interessiert, was andere Leute noch auf der Slug laufen haben: Steuerung Außenlicht, Steuerung von Rollläden, Auslesen + Mitschreiben + Auswerten von Daten der Heizung per RS232, PrintServer

Nun war es an der Zeit, meine vorhandenen Videos und Musik per Netzwerk auf die USB-Platte zu spielen.

In der zweiten Ausbaustufe kamen dann folgende Geräte dazu
2x Pinnacle ShowCenter200


Leider hatte ich mit dem zweiten ShowCenter Empfangsprobleme beim WLAN im Schlafzimmer. Immerhin sind 2 Stahlbetondecken zwischen Router und SC200. So beschloß ich, die Sache mit PowerLine zu versuchen. Wegen dem geringen Preisunterschied hab ich gleich die 200MBit-Variante gekauft. Blöderweise hatte ich wegen dem dazwischenhängenden Verteilerkasten bzw. den unterschiedlichen Phasen auf den Steckdosen im Schlafzimmer keine Verbindung. Als letzte Möglichkeit, bevor ich wirklich ein neues Kabel durch 2 Decken bohren wollte, probierte ich einen WLAN-Extender aus. Diesen platzierte ich im 1. Stock genau über dem Router und genau unter dem ShowCenter. Und siehe da, es funktionierte und die Datenrate reicht auch für HD-Video gerade noch so aus. Den PowerLine-Adapter nutz ich nun nur noch gelegentlich, um eine LAN-Verbindung auf die Gartenterasse bzw. die Garage zu legen. Bis dorthin reicht mein WLAN nämlich nicht und man will zum Grillen oder als Heimwerker in Garage natürlich auch coole Mucke hören.

Damit standen die folgenden Geräte auf der Einkaufsliste:

Allnet 168205 PowerLine DuoKit

LinkSys WRE54G



Als nächstes (als der Geldbeutel wieder mal nicht aus Zwiebelleder war) wurde folgendes angeschafft;

Roku SoundBridge M1001

Samsung LE40M86BDX


Für die SoundBridge von Roku habe ich mich entschieden, da die zum einen gegenüber dem Lizenzprodukt von Pinnacle die iTunes-Lizenz besitzt und weiterhin gegenüber der billigeren Variante SoundBridge Home Musik außer WLAN auch noch LAN-Anschluß und ein besseres Display hat. Allerdings ist das Teil in Deutschland nur über eBay zu beziehen und dass zu einem Wucherpreis. Deshalb hab ich das Teil direkt aus den USA importiert und so statt ca. 175 Euro nur 125 bezahlt. Dem günstiger Dollarkurs sei Dank.
Schon lange war ich auf der Pirsch nach einem guten und preisgünstigen FlatTV. Als damals obiger Samsung bei Amazon im Angebot war, hab ich nach ausgiebigen Probegucken beim MediaMarkt und Co. zugeschlagen (bei Amazon). Der TV hat sehr gute Bewertungen erhalten, sieht einfach Klasse aus und hat ein super Bild. Nur so am Rande: Im MediaMarkt kostete der zur gleichen Zeit 1249 Euro und bei Saturn als Ausstellungsstück !!! 1399 Euro. Soviel zu „Wir hassen teuer“.

weiter gehts im 2. Teil

"Mein NAS-Projekt MediaServer (Teil 1)" bei Mister Wong speichern "Mein NAS-Projekt MediaServer (Teil 1)" bei YiGG.de speichern "Mein NAS-Projekt MediaServer (Teil 1)" bei Google speichern "Mein NAS-Projekt MediaServer (Teil 1)" bei del.icio.us speichern

Aktualisiert: 09.12.2010 um 17:34 von Dojokun

Stichworte: - Stichworte bearbeiten
Kategorien
Mein NAS im Hausgebrauch

Kommentare