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Thema: Filer / Virtual Host

  1. #1

    Standard Filer / Virtual Host

    Ich denke schon seit längerem über eine Eigenbau-Lösung für ein neues NAS nach und hab auch schon viel hier im Forum gelesen. Bislang hatte ich 2 Qnap-TS109, wobei an einem noch eine externe USB-HDD hing. Das ganze hab ich doppelt, so dass die Qnap Sync-Funktion mir nächtlich einen Mirror zieht. In den NAS-Gehäusen werkelten bislang WD20EADS 2 TB-Platten. Im Oktober verreckte die erste davon. Dabei bemerkte ich, dass der Sync-Job seit 4 Wochen nicht mehr lief. Anfang Januar hat es eine weitere Platte zerlegt und vor 2 Wochen nun die Backup-Platte von der ersten kaputten Platte. Das Zwischen-Backup auf externe USB-HDDs ist nun auch in Gefahr, denn es wird nicht mehr erkannt. Bin gerade auf Projekt unterwegs u. kann daher nicht Kabel tauschen u. an andere Rechner hängen. Ich hab gelesen, dass die USB-Schnittstelle von den externen Platten häufig defekt sein soll. Hoffentlich, denn vom Backup vom Backup hab ich dann mangels Platz nur noch ca. 60% gesichert. So schnell kann ich gar nicht sichern, wie die rotzigen WD-Platten verrecken. Eine andere externe USB WD-Platte ging von Anfang an nicht. Damit hab ich jetzt seit 2009 insgesamt 8 WD-Platten gekauft, wovon 5 defekt sind. Dieser Hersteller ist bei mir nun endgültig unten durch. So, genug gejammert. Das aktuelle Projekt verschafft mir wieder etwas finanziellen Spielraum und der Schmerz über den Datenverlust erhöht das Budget für eine vernünftige Lösung.

    Ich suche einen Server für mein Büro, der die Qnaps ersetzt und auch als Host für mehrere virtuelle Systeme werkelt. Basis wird wohl Ubuntu Server u. Xen werden. Als Disk möchte ich auf ein RAID 5 oder 6 mit Hardware-Adapter (LSI?) gehen, damit ich 1. ein großes Volume nutzen u. 2. die Ausfallsicherheit etwas erhöhen kann. Als echtes Backup soll ein LTO 4-Laufwerk zum Einsatz kommen. Das HP StorageWorks LTO-Ultrium 4 1760 wäre mit 1.350 EUR + Tapes preislich noch machbar. Laufwerke mit mehreren Bändern sprengen leider den Preisrahmen. Für Vorschläge zu sinnvollen Alternativen hierzu wäre ich dankbar. Ob SAS oder SCSI bin ich mir auch noch nicht sicher. Das sollte dann mit dem Server harmonieren. Die alten Qnaps mit den gestern angekommenden Austauschplatten nehme ich als zusätzliche Disk-Backups, wobei ich diese hälftig in der räumlich getrennten Wohnung und 300 km weiter bei meinen Eltern aufbauen werde. Damit ist auch das Risiko des Datenverlusts durch Diebstahl, Vandalismus, Wasser, Beben und Feuer etc. stark reduziert.

    Bei den Festplatten wäre ich zähneknirschend bereit, auch auf SAS-Platten für Dauerbetrieb zu gehen. Kapaziätsmäßig müßte ich auf 4 x 3 TB-Platten gehen, denn sonst ist bald wieder Engpass angesagt. Ist bei den aktuellen Plattenpreisen zwar Wahnsinn, aber der Schmerz ist immer noch groß.

    Der Server soll hinter einem raumtrennenden Schrank im Büro stehen. Zwischen Schrank/Server und Arbeitsplatz sind es ca. 5 m Luftlinie. Daher sollte er seine Leistungsfähigkeit nicht unbedingt durch Geräuschentwicklung demonstrieren. Das Gehäuse könnte entweder ein Tower sein oder ggf. was flaches Breites, das ich in ein Hifi-Rack hinter dem Schrank reinstellen könnte. Ich könnte mir den Plattenverbund auch in einem externen HDD-Gehäuse vorstellen. Hot-Swappable wäre auch nicht schlecht. Ein stromsparendes Gerät wird das sicherlich nicht, aber vielleicht läßt sich durch Einsatz der richtigen Komponenten noch etwas Verbrauch reduzieren.

    Entscheidend ist nach diesem Desaster für mich die Stabilität und Robustheit, danach kommen gleichrangig Geräuschentwicklung und Leistung als vernünftiger Kompromiss. Stromverbrauch und Gesamtkosten sollten halt nicht total ausufern. Über konstruktive Bauvorschläge würde ich mich sehr freuen.
    Geändert von SmartFiler (27.01.2012 um 00:44 Uhr)

  2. #2
    Stonecold
    Gast

    Standard

    Salve

    WD Platten sind qualitativ leider das Letzte..... egal durch was Du sie ersetzt, es kann nur besser werden. Mein persönlicher Tipp, Seagate bzw. Samsung (werden bald unter Seagate firmieren)
    Samsung hat bei mir eine Ausfallsrate von 1 Stück auf 10 Paletten. Für den Dauerbetrieb haben sie einige gute SATA Platten (Constellation Reihe)

    Frage, das HiFi Rack, kann das auch 19" Geräte aufnehmen? Weil sonst hätte ich vielleicht eine sehr sinnvolle Eigenbau Lösung!

  3. #3

    Standard

    Wieviel Platten hat so eine Palette? Wenn es 1 von 100 ist, wäre das ja noch tragbar. Ich komm mit WD ja auf aktuell 62,5% Ausfallrate, wobei ich davon ausgehen muß, dass mir die anderen auch noch wegsterben werden. Die Constellation laufen schon unter dem Label Seagate. Die 3 TB-Variante gibt's wahlweise mit oder ohne TCG-Encryption. Derzeitiger Kostenpunkt: ~350 EUR/Stück (ohne. MwSt). Da ich einige Daten schon durch Verträge besonders schützen muß, werde ich um eine Verschlüsselung nicht herumkommen. Bislang mach ich das mit TrueCrypt-Containern, aber eine hardwarebasierte Lösung fände ich auch charmant. Hast Du damit Erfahrungen?

    Das Rack hat 68 cm Außenmaß. Das Gestell verläuft aber ein paar cm weiter innen. Kann das erst morgen nachmessen. 19" hat nach Wiki 48,26 Breite. Könnte also passen. Zur Not stell ich das Gehäuse oben drauf. Das sollte auf jeden Fall gehen.

  4. #4
    Stonecold
    Gast

    Ausrufezeichen

    Salve

    Wieviel Platten hat so eine Palette?
    Kommt etwas auf die Verpackung des Herstellers an! Bei Seagate komm ich (bei einer Europalette) auf 500-700 Stück, bei Samsung waren es (weil die Schachteln etwas anders waren) auf 550 Stück. Da ich meist andere Sachen auch bestelle, sind die Paletten nie voll.
    Bei WD habe ich einen Minusrekord! 3 Schachteln voll mit Platten sind wieder zurückgegangen (bei einer (1!!) Lieferung)

    aber eine hardwarebasierte Lösung fände ich auch charmant. Hast Du damit Erfahrungen?
    Ja, wenn auch bei meinen Kunden eigentlich nur sehr selten verschlüsselt wird, weil es eigentlich die letzte Instanz sein sollte. Würde mich hier sehr an Seagate halten.

  5. #5
    Captain
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    Standard

    hi

    sas platten , kein hardware raid , nexenta als os .... ggf kleine lizenz kaufen da hier die intregration der virtualisierer software citrix xen und vmware gut ist.

    holger

  6. #6
    Stonecold
    Gast

    Standard

    Salve

    Der User hat sich bereits für Ubuntu entschieden, würde ich auch eher darunter machen! Bei Nexenta gibt es das Problem einer Reglementation der Festplatten in der Kauflizenz!!!!! Bei 8TB ergeben sich völlig überteuerte 185.- US$, das sind 140.- Euro die völlig rausgeschmiessen sind! Vor allem da VMWare stable unter Ubuntu läuft. Und im Falle von Xen scheint er sich ja bereits was überlegt zu haben....

    Da es sich hier um ein geschäftliches Modell zu handeln scheint wäre ein Raid (vor allem wegen der Ausfallssicherheit) absolut notwendig, da ein Softwarerraid aber weder sicher noch leistungsfähig ist, wird er um einen Hardwarerraid (den man gerade punkto Ausfallssicherheit nur ans Herz legen kann) nicht drum herum kommen!

  7. #7

    Standard

    Hi zusammen,

    die Seagate Constellation ES.2 3TB SAS mit Self Encryption (SED) kostet sogar nur ~325 EUR (ohne MwSt). Ohne SED kostet diese 100 EUR mehr. Sind SAS Platten bzgl. Robustheit und Langlebigkeit besser als SATA-Platten? Stört das SED?

    Am HW-RAID Controller werde ich sicherlich festhalten. Fragt sich nur, welchen nehmen, nachdem die Festplatten ausgesucht sind.

    Mit NexentaStor hab ich mich noch nicht befasst. Bis 18 TB ist die Community Edition for free. Nur ob NexentaStor u. der Xen Server auf einer Hardware existieren dürfen, hab ich auf die Schnelle nicht rausfinden können. Liest sich hier z.B. eher so, als ob dafür 2 Hartwaren notwendig wären: http://nexenta.com/corp/images/stori...exentastor.pdf
    Ansonsten würde ich weiter Ubuntu Server als OS setzen.

    Für das HP Ultrium gibt's noch eine Alternative von Freecom: TapeWare LTO-4 HH, LTO-Ultrium 4, 800/1600GB, SAS. Die kommt auf ~920 EUR, was zu 1.350 EUR schon ein heftiger Preisunterschied ist. Hat damit jemand Erfahrungen?

    @Stonecold: Bin schon ganz gespannt, wie die 19"-Lösung von Dir aussehen wird.

  8. #8
    Stonecold
    Gast

    Standard

    Salve

    Das Problem der Platten besteht darin, das derzeit aufgrund der Überschwemmungen letztes Jahr die Preise extrem angestiegen sind., Da rechnest Du derzeit gut 100.- Euro drauf nur weil ein Mangel besteht. SAS Platten sind häufig SATA Platten mit SAS Schnittstelle, die aber meist etwas mehr kosten!

    Hardwareraidcontroller: hmm, schon mal zu Adaptec geguckt, was soll er den können?

    NexentaStor oder Nexenta (je nachdem welches Du nimmst) ist schön und gut...aber ich denke einfach zuviel des Guten! Die CE Variante ist nicht umsonst eine CE Variante, und sorrywenn ich es mal so sage, in einem Fall hast du auch nicht mehr als einen Ubuntu Server (nur halt mit den Zügen von Nexenta). Ob es sich dafür lohnt einfach Geld rauszuschmeißen, wage ich zu bezweifeln. Ich denke, Du wirst mit Linux genauso gut wenn nicht sogar besser bedient sein.

    Zu Freecom, ich kenne das Teil nicht, aber Freecom ist nicht gerade qualitätsmäßig weit oben anzusiedeln. Also wenn Du jetzt schon bei WD schimpfst.....

    19er Lösung, holla hopsa... hätt ich doch glatt vergessen! Suche ich Dir raus wenn ich heute abend in der Firma bin, ich bin jetzt gerade daheim angekommen und muss meine Frau zum Flughafen bringen!

  9. #9

    Standard

    Ich wollte mit der Anschaffung auch noch bis in Herbst warten, aber die schwarzen Löcher von WD absorbieren meine Daten schneller, als ich sie sichern kann. Ich könnt natürlich die 4 WD-Platten nehmen u. erst mal am Controller anschließen. Dann etwas zuwarten und mir dann zu Weihnachten oder Anfang 2013 die Platten kaufen. Für die Migration werden dann die Daten auf Tape gesichert und auf den externen USB-Disks zwischengelagert. Fragt sich nur, wie oft die WDs noch sterben bis zum Kauftermin.

    Grundsätzlich hätte ich jetzt auch zu einem Adaptec gegriffen. Eigentlich soll der nur RAID 5 können, 4 Anschlüsse, gute Treiberunterstützung für Ubuntu und eine angemessene Performance haben und meine CPU entlasten. Ich hab nur in einem anderen Thread Deine Tests von Controllern mit einem Intel-Board gelesen und da kam Adaptec leider nicht gut weg.

  10. #10
    Stonecold
    Gast

    Standard

    Salve

    Nur kurz, weil ich jetzt meine Frau zum Flughafen bringen muss....
    Adaptec ist sehr gut, der Grund warum er nicht gut "wegkam" war ein anderer! Es ging bei dem Test um einen Test bzgl. AtomBoard wenn ich nicht irre, wo es prinzipiell um die Möglichkeit des Einsatzes (Atom Boards haben kastrierte PCI-E Lanes) ging, und der Test auch unter schlechtest möglichen Bedingungen ablief. Von einer Hochleistungsstruktur war da nichts vorhanden (es ging um HomeNAS).

    Sorry, ich muss jetzt düsen, meine Frau schaut mich schon sehr böse an....

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