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Thema: Bauvorschlag NAS für Jedermann mit 5-6 HDD ab xx€

  1. #1
    Captain
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    Standard Bauvorschlag NAS für Jedermann mit 4-6 HDD ab 200€

    Es tauchen ja hier immer wieder Beiträge mit dem Thema "Eigenbau NAS Beratung" oder "Komponentenauswahl OK?" auf und es wird immer wieder eine Beratung von den aktiven/erfahrenen Mitgliedern erwartet. Diese könnten dann fast schon mit copy/paste ihre Antworten aus schon zig vorangegangenen Anfragen recyclen. Um das in Zukunft etwas einzudämmen werde ich hier mal einen allgemeinen Bauvorschlag für ein NAS für mittlere Ansprüche zu erstellen.

    Komponentenauswahl:

    Die Komponentenauswahl orientiert sich an hier an folgenden Gesichtspunkten
    1. Leistung 2. Platzbedarf 3. Stromaufnahme und erst an 4. Stelle den Anschaffungskosten
    Trotz allem wird dieses NAS einem vergleichbaren fertigen Produkt ebenbürtig oder gar überlegen sein.

    Gehäuse: Im Moment der Topkandiat wenn es um Funktionalität und P/L geht ist das Fractal Design Node 304 ab etwa 85€
    Auch sehr empfehlenswert das Lian Li PC-Q25B ab etwa 100€ welches auch in silber zu haben ist
    Ebenfalls voll NAS-tauglich das Lian li PC-Q08B ab etwa 90€ auch in silber als PC-Q08A
    Etwas stylischer aber recht günstig die Gehäuse von BitFenix ab etwa 65€

    Mainboard:
    Das einzig verfügbare S1155 mITX Mainboard mit 6x SATA das ASUS-P8H77-I ab etwa 85€
    Inzwischen ebenfalls interessant die S1150 mITX Mainboards mit H87/Z87-Chipsatz ab etwa 95€

    CPU:
    Natürlich Ivy Bridge bis 35W TDP oder Sandy Bridge je nach Leistungsbedarf ab etwa 45€ bis 170€
    Passend zu S1150 Mainboards natürlich die "Haswell" Prozessoren mit TDP bis 35W ab etwa 65€

    Mainboards mit CPU:
    Für etwas geringeren Leistungsbedarf und den schmalen Geldbeutel Intel Atom Intel Atom
    oder AMD Exxx ab etwa 50€

    Arbeitsspeicher:
    Völlig unkritische 2x4GB DDR3-1333/1600 ab etwa 45€

    Netzteil:
    Natürlich ein 80+ Gold Netzteil bis 400W ab etwa 50€

    Empfohlene Komponenten für den Ausbau:

    Datenfestplatten: Der Favorit auch was das P/L angeht ist im Moment die 3TB WD RED (jetzt auch als 4TB) ab etwa 120€
    Seite kurzem auf dem Markt die STX000VN000 Serie von Seagate mit 3TB oder 4TB ab etwa 120€.
    Auswahl aller geeigneten 24/7 bzw. Home-NAS tauglichen Festplatten

    Systemfestplatte:
    Meiner Meinung nach immer zu empfehlen ist eine kleine 32GB System SSD ab etwa 40€

    Betriebssysteme:
    Mein momentaner Favorit basierend auf Debian Linux ist Openmediavault
    Für Freunde von ZFS ist natürlich das aktuelle Freenas 8 das System der Wahl
    Mit der Funktionalität eines Marken-NAS ist das XPEnology Projekt eine Überlegung wert.

    Die Kosten für ein 4-6 Bay NAS von nunmehr zusammen ab 200€ schlagen jedes Fertig-NAS um längen und die Leistung ist mindestens ebenbürtig.
    Geändert von Danko (18.09.2013 um 12:31 Uhr)

  2. #2

    Standard

    Hi Danko,

    danke für den Vorschlag, er entspricht genau meiner Vorstellung zum Ablösen meines Qnap ts-419p +. Schön klein und leistungsfähig - so soll's sein. Der Qnap liefert im Raid 5 leider nur 20 MB/s und das kombiniert mit vielen Denkpausen (obwohl cpu nicht ausgelastet laut syslog)

    Deshalb soll was neues her.

    Hier habe ich noch eine Frage zu den weichen Werten: ich biege momentan meine Windows(7/8) Bibliotheken auf das NAS um (Nas spielt bei mir die zentrale Speicherrolle) - und Bibliotheken sind bekanntlich indizierte Speicherorte. Zur zeit kann ich hier nur durch Tricks die samba-Freigaben vom Qnap einbinden - und sicherlich kostet mich das indizieren im Netz auch NAS-Performance - aber darum gehts: das künftige NAS soll ein Windows tragen.

    Gibt es Erfahrungen beim Zugriff mit Win7/8 auf Windows Client/Home Server/Server auf deinem Konfigvorschlag?

    Und vor allem wie Performant ist die Kiste, wenn sie als SWRaid 5 läuft?

    danke für Feedback und vg Sebastian

  3. #3
    Captain
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    Standard

    Was ist denn das Problem mit dem Indizieren? Der Index wird doch nicht ständig komplett neu angelegt. Mit GB-LAN hast du die Performance äquivalent einer guten lokalen Festplatte. Da sollte doch das Indizieren kein Problem darstellen.

    Windows ansich bietet nur in den Servervarianten sowas wie ein Software RAID5. Alles Andere muss mit dem Onboardcontroller gemanaget werden. Da bist du dann auf die 6x SATA die der Chipsatz bietet eingeschränkt denn ein im PCIe Slot gesteckter Extracontroller kann anders als beim Linux RAID nicht in die vorhandene RAID-Strucktur eingebaunden werden. Onlineerweiterung beherrschen Windows und Chipsatz RAID5 übrigens auch nicht. Die Performance liegt zudem auch noch deutlich unterhalb des Linux Softwareraid.
    Geändert von Danko (02.06.2013 um 00:32 Uhr)

  4. #4

    Standard

    Danke für deine Antwort.

    Genau kenne ich das Verhalten der Indexierung nicht. Ich habe im Netzt rescherschiert und stieß auf den Hinweis, dass MS nur das Hinzufügen von indizierten Speicherorten in die Bibliotheken zulässt. Und dass es wohl nicht sinnvoll sei, übers LAN nicht indizierte Orte einzubinden, da das sehr langsam sei.

    Zum einen kann ich das grundsätzlich nicht bestätigen (läuft bei mir über Gigabit) - es ist eigentlich performant.

    Aber ich beobachte sowas wie Lags.

    Dann wartet der Rechner (oder jedes andere Netzwerkgerät, egal ob LAN oder WLAN) auf die Weiterführung der Lese/Schreiboperationen. Das Switch ist nicht schuld, da Verbindungen zum Router ins Internet normal weiter laufen.

    Ich beisse mir an der Fehlersuche die Zähne aus:
    - ist das jetzt die Indizierung im LAN, die alles blockt? Gegenindikator: In diesen lags ist gar kein Traffic zu sehen, oder
    - ist es die TS-419P+, die zickt? (Indikator: der Raid05-Prozess verschwindet aus der Prozessliste, die man im Sysmonitor via Webinterface sehen kann)

    Bin ein bisschen ratlos.

    Was mich aber zu einem Alternativgerät motiviert ist die mickrige Datenrate von nur 20 MBit, trotz Gigabit, sauberer Cat6 Verkabelung und performanten SSD auf Clientseite.

    Es kann auch sein, dass sich dieses Problem mit einer der letzten FW-Updates langsam eingeschliffen hat - oder mit steigendem Füllstand verhält sich Ext3 so mies auf der Qnap-Büchse? Anyway von Linux habe ich keinen Schimmer und vom TS-419p+ habe ich nun bestätigende Meinungen gelesen, dass er langsam sein - zwar nicht 20 MBit lahm - aber aufgrund des Marvell eben nicht sonderlich fix.

    Insofern möchte ich es mit ner neuen Büchse besser machen. Sie soll raid5 bieten, mit 100 MBit Datenrate liefern und einen Index liefern, den ich unter Win7/8 anbinden kann.

    Onlineerweiterung - das macht doch eigentlich der Intel rapid storage Treiber mit, oder? Und 4 x SATA würden es doch auch erstmal tun...

    Was bedeutet "Die Performance liegt zudem auch noch deutlich unterhalb des Linix Softwareraid." in Zahlen?

    VG Sebastian

  5. #5
    Captain
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    Zitat Zitat von Ghostbear Beitrag anzeigen
    Aber ich beobachte sowas wie Lags.

    Dann wartet der Rechner (oder jedes andere Netzwerkgerät, egal ob LAN oder WLAN) auf die Weiterführung der Lese/Schreiboperationen. Das Switch ist nicht schuld, da Verbindungen zum Router ins Internet normal weiter laufen.

    Ich beisse mir an der Fehlersuche die Zähne aus:
    - ist das jetzt die Indizierung im LAN, die alles blockt? Gegenindikator: In diesen lags ist gar kein Traffic zu sehen, oder
    - ist es die TS-419P+, die zickt? (Indikator: der Raid05-Prozess verschwindet aus der Prozessliste, die man im Sysmonitor via Webinterface sehen kann)

    Bin ein bisschen ratlos.
    Das kann ich verstehen und ein ähnliches Verhalten hatte ich bis vor kurzem auch. Es kam selbst beim Kopieren von großen Files immer zu 1-2 sekündigen Einbrüchen im Transfer bis 0MB/s und dann ging es mit einem Peak wieder los der aber schnell bis zu einem Mittelwert absackte. Das Ganze wiederholte sich fast regelmäßig. Ein Gegencheck mit Ubuntu-live-CD -> NAS ergab das NAS und PC ansich OK waren und Windows das Problem verursachte. Ich habe lange nach der Ursache gesucht und weiß bis heute nicht im Detail woran es wirklich gelegen hat. Die Lösung bei mir war jedenfalls die Häckchen aus sämtlichen Diensten/Treibern in der Konfiguration der Netzwerkverbindung bis auf TCP/IP Ver4 hauszunehmen und die Verbindung 1x zu deaktivieren/aktivieren. Danach habe ich alles Wichtige wieder reingenommen und konnte meinen Augen nicht trauen was über GB-LAN plötzlich möglich war.


    Zitat Zitat von Ghostbear Beitrag anzeigen
    Was mich aber zu einem Alternativgerät motiviert ist die mickrige Datenrate von nur 20 MBit, trotz Gigabit, sauberer Cat6 Verkabelung und performanten SSD auf Clientseite.

    Es kann auch sein, dass sich dieses Problem mit einer der letzten FW-Updates langsam eingeschliffen hat - oder mit steigendem Füllstand verhält sich Ext3 so mies auf der Qnap-Büchse? Anyway von Linux habe ich keinen Schimmer und vom TS-419p+ habe ich nun bestätigende Meinungen gelesen, dass er langsam sein - zwar nicht 20 MBit lahm - aber aufgrund des Marvell eben nicht sonderlich fix.
    Also der TS-419P+ sollte mit seinem 1,6Ghz Marvel bei SMB Filetransfers so um die 80MByte/s Lesen und 50MByte/s Schreiben hinbekommen (alles natürlich ohne RAID5). Da muss also der Hase irgendwo anders im Pfeffer liegen. Ich vermute mal wirklich das Dein Windows genauso spinnt wie meines früher. Versuche mal die Transverleistung zu testen wenn Du Deinen PC mit einer Linux Live CD startest.

    Zitat Zitat von Ghostbear Beitrag anzeigen
    Insofern möchte ich es mit ner neuen Büchse besser machen. Sie soll raid5 bieten, mit 100 MBit Datenrate liefern und einen Index liefern, den ich unter Win7/8 anbinden kann.

    Onlineerweiterung - das macht doch eigentlich der Intel rapid storage Treiber mit, oder? Und 4 x SATA würden es doch auch erstmal tun...

    Was bedeutet "Die Performance liegt zudem auch noch deutlich unterhalb des Linux Softwareraid." in Zahlen?
    Also die von mir vorgeschlagene Kombi aus P8H77-I und Intel Celeron Dual-Core G1610T wird unter LINUX mit Sicherheit auch im RAID5 Betrieb die Grenzen von GB-LAN sprengen können. Da kommt nicht einmal sowas wie das QNAP TS-469L mit (alles nur Intel ATOM Krücken). Allerdings sind die Betriebssysteme mit dem Webinterface von QNAP und Synology , obwohl auch nur Linux based, schon eine Klasse für sich. Ich habe bis jetzt noch nichts Vergleichbares zur freien Installation auf beliebiger Hardware gefunden.

    Nein, Onlineerweiterung geht mit Intel Rapid RAID definitiv nicht. Die Performance lag vor allem beim Schreiben auf das RAID5 deutlich unterhalb 100MByte/s (wenn ich mich recht erinnere bin ich mit den 4x WD RED auf 65MByte/s gekommen) und damit unter dem Maximum für GB-LAN.
    Geändert von Danko (01.04.2013 um 20:53 Uhr)

  6. #6

    Standard

    Hallo,

    ich habe vor, mir nach den oben vorgeschlagenen Komponenten (danke dafür), ein NAS System zu bauen. Ich habe aber noch eine Frage: Gibt es noch eine besondere Empfehlung, welchen CPU Lüfter ich für die die Intel G2020T CPU, nehmen kann ?

    MfG
    Geändert von Rainer Zufall (05.04.2013 um 20:42 Uhr)

  7. #7
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    Standard

    Hi!

    Ich habe auf meinem Pentium G620T den boxed Kühler drauf. Der reicht bei den 35W TDP CPUs völlig aus und kommt auch bei Vollast nie wirklich in Fahrt.
    Wenn du keine boxed CPU kaufst reicht sicher auch ein sehr preiswerter Standardkühler.

  8. #8

    Standard

    Okay danke, ja hab eine tray gekauft. Werde mir dann einen preiswerten kleinen/leisen Kühler suchen.

    MfG

  9. #9

    Standard

    OK - Prima Danke.

    Ich hab dem Qnap ein paar Dienste abgenommen und Firmware auf 3.8.2 gehoben und komme jetzt auf 56/46 MB/s (4 Platten im Raid5).

    Die Lags kommen ab und an trotzdem - ist weniger geworden, aber nicht weg.

    Windows kannst du ausschließen, da ich a) die Kiste mittlerweile neu aufgesetzt hatte und b) auch andere Clients (Windows aber auch Linux (ne Dreambox)) in den "Denkpausen" des NAS kein Feedback bekamen.

    Danke für das Feedback zum Intel RAID.

    Leider bin ich mit Linux wie Katzen mit Wasser. Allerdings juckt mich die zu erwartende Performance schon.

    Wo gibts den ne Noob-Anleitung, wie man auf der Kiste ein Linux aufsetzt, was GBit-LAN ausreizt?

    Danke und VG Sebastian
    Geändert von Ghostbear (06.04.2013 um 17:51 Uhr)

  10. #10
    Captain
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    Zitat Zitat von Ghostbear Beitrag anzeigen
    Leider bin ich mit Linux wie Katzen mit Wasser. Allerdings juckt mich die zu erwartende Performance schon.

    Wo gibts den ne Noob-Anleitung, wie man auf der Kiste ein Linux aufsetzt, was GBit-LAN ausreizt?

    Danke und VG Sebastian



    Der Qnap schafft mit 4 Platten
    Wenn du ein Linux based NAS-System wie Openmediavault einsetzt kommst du mit dem Linux selbst nicht viel in Berührung. Die Installationsroutine geht fast automatisch und das Einrichten über das Webinterface ist auch nicht schwieriger als wenn man was mit einer Windowssoftware versucht die man noch nicht so gut kennt. Kurz, für halbwegs aufgeweckte Kerle gar kein Problem. Ich selbst hab mich in Sachen Linux auch über diese oder jene Hürde kämpfen müssen da ich zum Anfang ein einfaches Ubuntu Desktop als NAS laufen ließ.

    Wenn du es doch mal mit Openmediavault versuchen willst gibt es noch einige Tricks abseits vom Webinterface die erst zur vollen RAID-Perfomance führen. Linux ist da leider von Hause aus etwas suboptimal konfiguriert. Was dich erwartet könnte dann allerdings so aussehen.

    http://forum.nas-portal.org/attachment.php?attachmentid=1767&d=1361383796


    Geändert von Danko (06.04.2013 um 17:58 Uhr)

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